In Zeiten der Corona Krise sind alternative Wege gefragt, um sich mit Freunden zu treffen. Beinahe selbstverständlich, dass auch Facebook hierfür eine Lösung anbietet. Seit April steht der Dienst „Facebook Rooms“ zur Verfügung. In diesen kann man sich mit bis zu 50 Freunden gleichzeitig treffen, unterhalten und sogar Spiele spielen.

Facebook Rooms
Quelle: Facebook

Was genau ist Facebook Rooms

Facebook Rooms ist nichts anderes als ein Gruppen-Videoanruf. Bis zu 50 Teilnehmer können zu dem Anruf eingeladen werden und zwar unabhängig davon, ob diese ein Facebook Konto besitzen oder nicht. Um loslegen zu können, muss über den Messenger, eine Gruppe oder eine Veranstaltung ein Raum erstellt und Teilnehmer eingeladen werden. Das war es auch schon.

Ziel des neuen Features ist es, Menschen während der Corona Krise zu ermöglichen, sich trotz räumlicher Trennung miteinander zu treffen. Ein hervorragender Zeitpunkt, das Feature einzuführen. Denn wenn sich Nutzer jetzt an dessen Nutzung gewöhnen, ist die Chance hoch, dass sie es auch nach Ende der Pandemie weiter verwenden werden. Die Meetings sind zeitlich unbegrenzt. Lediglich bei der Erstellung gibt es (noch) einige Einschränkungen. Aktuell können diese lediglich aus dem Facebook Messenger, Facebook Gruppen oder Facebook Veranstaltungen heraus gestartet werden. In naher Zukunft soll dies jedoch auch aus Instagram Direct und WhatsApp möglich sein.

Bei den Einstellungen bestehen ähnliche Möglichkeiten wie bei Facebook Gruppen. Nutzer können zwischen öffentlich sichtbar und privat gestellt werden. Mit letzter Einstellung ergibt sich eine Sperrung des Raums, sodass andere Personen nur auf Einladung beitreten können.

Facebook Rooms Messenger
Quelle: Facebook

Facebook Rooms Gruppen
Quelle: Facebook

Facebook Rooms weitere Features

Im Rahmen der Facebook Rooms erweitert der Social Media Gignat sein Repetoire an KI-gestützten Hintergründen und Stimmungsbeleuchtungsfilter. Nutzer haben sich längst an Messenger AR-Effekte wie Hasenohren oder Alienmasken gewöhnt. Jetzt geht der Konzern einen Schritt weiter und führt 360-Grad- und interaktive Hintergründe ein. Mittels diesen können die Gesprächsteilnehmer entscheiden, ob sie in einem Luxusappartment, einem Königspalast oder doch lieber am Strand sitzen möchten – virtuell natürlich. Des Weiteren beinhaltet das Paket 14 neue Kamerafilter, über die sich die Raumbeleuchtung beeinflussen lässt. So kann gezielt das Gesicht, der gesamte Raum oder beides erhellt werden. Facebook hat es sich scheinbar außerdem zum Ziel gesetzt, geliebete Aktivitäten, die aktuell nicht möglich sind, virtuell zu ersetzen. So können Nutzer zum Beispiel mittels AR-Effekten Geburtstage feiern oder zu Hause campen.

Datenschutz und Sicherheit

Natürlich kommt man bei keinem Facebook Feature drum herum, auch über den Datenschutz zu sprechen. Der Konzern beteuert, Privatsphäre und Sicherheit stünden bei Facebook Rooms an erster Stelle. Das äußerst sich unter anderem darin, dass die Person, die den Raum ursprünglich erstellt hat, auch die Privatsphäre-Einstellungen kontrolliert. Dazu gehört, wer beitreten kann, die Sichtbarkeit und ob er offen oder geschlossen ist. Der Initiator muss außerdem anwesend sein, damit der Videoanruf beginnen kann. Gäste können selbstverständlich auch jederzeit wieder aus der Unterhaltung entfernt werden. Zusätzlich können einzelne Profile oder ganze Räume gemeldet werden, sollten sie gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen.

Facebook selbst sagt von sich, dass Audio- oder Videodaten aus den Videoanrufen, weder angesehen noch angehört werden. Ob das wirklich der Fall ist, weiß wohl nur Facebook selbst.

Fazit

Mit Facebook Rooms beweist der Konzern einmal mehr Feingespühr für das Bedürfnis seiner Nutzer. Durch den optimal gewählten Einführungszeitpunkt, dürften Nutzer sich schnell an das neue Feature gewöhnen und dieses auch nach Abklingen der Corona Pandemie weiterhin nutzen. Zeitliche Unbegrenztheit, bis zu 50 Teilnehmer und aus dem Messenger gewohnte AR-Effekte und Spielereien, machen Gruppen Videoanrufe über Facebook zu einem echten Erlebnis.