Bei richtiger Verwendung führen Videos auf Facebook zu tausenden und abertausenden Interaktionen und noch mehr Aufrufen führen. Doch um einen solchen Erfolg zu erzielen, muss das Video bestimmte Kriterien erfüllen, ohne die der Nutzer das Video innerhalb der ersten 5 Sekunden bereits wieder verlassen würde.

Eine Zusammenfassung, was erfolgreiche Videos ausmacht:

Die Geschichte macht die Musik

Szenario: Es ist dunkel. Nacht. Seine Augen flackern unruhig von links nach rechts. Der Schein des Displays erhellt sein Gesicht. Er sitzt auf dem Sofa. Den Laptop auf dem Schoß. Wie wild hackt er in die Tasten. Den Blick nur auf den Screen gerichtet. Ein Foto. Er wurde erwischt. Er hat die zulässige Geschwindigkeit um das doppelte überschritten.

Quelle: Facebook

Dieses Video nutzte die Telekom um ihren neuen Highspeed Internetzugang Magenta Hybrid zu bewerben. Eine gelungene Werbeaktion, die für etliche Lacher und später auch zahlreiche Kunden sorgte. „Die Message Association stieg um neun Prozentpunkte und übertraf 98 Prozent aller anderen Kampagnen des Hauses.“

1, 2 oder 3 – die entscheidenden Sekunden

Ein Video hat nicht mehr als 3 Sekunden, um den Konsument zu überzeugen. Schafft es das Video nicht, beim Konsument eine Gefühlsregung hervorzurufen, erfolgt der Abbruch. Dabei spielt es keine Rolle, welche Gefühlsregung hervorgerufen wird. Spannung funktioniert ebenso wie ein Schmunzeln. Der klassische Aufbau eines Dramas oder Films, in dem sich die Geschichte erst langsam entwickelt und im dritten Abschnitt ihren Höhepunkt findet, wirkt im Newsfeed nicht. Die ersten beiden Akte des Drehbuchs müssen übersprungen werden und es sollte direkt mit der interessantesten Szene begonnen werden. Auch sollte direkt zu erkennen sein, welcher Marke das Video zugeordnet werden kann. Ein eindeutiges und vor allem schnelles zu erkennen geben seitens der werbetreibenden Marke veranlasst Nutzer das Video weiter anzusehen. Auf mobilen Endgeräten agieren Nutzer schneller als auf dem Desktop. Sie nehmen Informationen schneller auf und überspringen diese aber auch schneller. Das Marktforschungsinstitut Nielsen fand heraus, dass in den ersten 3 Sekunden eines Videos, bereits 47% der Werbewirkung entfaltet werden. Es ist also nicht zwingend nötig, dass sich der Nutzer das ganze Video ansieht.

Story, story und nochmals story

In einem kurzen Video ist nur wenig Platz für Textbotschaften. Diese müssen also sorgfältig ausgewählt und platziert werden. Doch nicht nur das. Die Formulierung entscheidet hier über Sieg oder Niederlage. Griffige, markante Botschaften, die im Gedächtnis hängen bleiben, erzielen den größten Erfolg. Insbesondere Humor und Ironie sind Stilmittel, die den Nutzer ansprechen.

Kein Ton – Kein Problem

Im Newsfeed werden alle Videos zunächst ohne Ton abgespielt. Erst nachdem das Video aufgerufen wurde, wird dieser abgespielt. Das bedeutet, dass das Video rein durch die Kraft seiner Bilder den Nutzer fesseln muss – ohne Ton. Dabei können Botschaften oder Dialoge auch anders wiedergegeben werden. Zum Beispiel durch das Ausspielen von Untertiteln. Mittels dieser kann der Nutzer nicht nur folgen, sondern sie führen auch dazu, dass sich Videos im Schnitt 15 Sekunden länger angesehen werden. Es muss also nicht immer Ton sein.