Mit Einführung der Instant Articles hat Facebook das große Los gezogen. Die in die Plattform eingebundenen Artikel laden verzögerungsfrei und sind so per Klick ohne Wartezeit direkt abrufbar. Aufgrund dieser Besonderheit lies der überwältigende Erfolg des Features nicht lange auf sich warten. Gleichzeitig erweckt das Unternehmen mit der Entwicklung solcher Features den Eindruck, Websites den Rang ablaufen zu wollen.

Um die User Experience weiter zu verbessern geht Facebook bei Instant Articles den nächsten Schritt und dehnt das Konzept auf den Facebook Messenger aus. Das Feature steht dort zukünftig in direkten Nachrichten in vollem Funktionsumfang zur Verfügung. Wie das Unternehmen bekannt gab, erstreckt sich der Roll Out zuerst auf Android Geräte, IPhones werden kurze Zeit später mit den Neuerungen ausgerüstet.

Instant Articles mit nur geringer Kennzeichnung

Abgesehen von der bis zu 10x schnelleren Ladezeit wird sich die User Experience jedoch nur sehr gering verändern. Um ehrlich zu sein werden die Meisten User die Änderung gar nicht bemerken. Ein geteilter Instant Article im Facebook Messenger unterscheidet sich optisch kaum von einem normalen Artikel. Ein Blitz in der rechten oberen Ecke ist der einzige Indikator, der auf einen Artikel der neuen Generation hinweist.

Instant Articles im Messenger

Quelle: Facebook

Die Hauptintention der Erschließung des Messengers liegt dabei in der Schaffung einer „Instant User Experience“ für den Nutzer, wenn er Inhalte auf Facebook konsumiert.

„When you tap on an Instant Article link in Facebook, it loads up to ten times faster than a standard mobile web article, so it was important to make sure everyone on Messenger could have the same great reading experience.“ so Josh Roberts, Produktmanager für Instant Articles.

Gleichzeitig erhöht der Social Media Gigant damit aber auch die Zeit, die der Nutzer auf der Plattform verbringt. Das Feature auf den Messenger auszuweiten, der ausschließlich auf mobilen Endgeräten genutzt wird, verbessert die generelle User Experience, das aufgrund eines langsameren Internetzugangs besonders mobile Plattformen von langen Lade- und somit Wartezeiten betroffen sind.

Facebook spielt mit dem Gedanken, Instant Articles auf alle Tools und Service auszudehnen, auf denen Links geteilt werden, und so lange Wartezeiten bestenfalls zu einer schlechten Erinnerung verblassen zu lassen.