Im Rahmen der F8 Facebook Developer Conference hat der Social Media Gigant große Updatepakete für all seine Plattformen vorgestellt, dazu gehören Facebook selbst sowie der Messenger, aber auch Instagram und WhatsApp.

Einige der Neuerungen zielen darauf ab, das steigende Misstrauen in die Datensicherheit zu bekämpfen. Gründer Mark Zuckerberg zufolge, sei sich Facebook dieses Problems bewusst und räumte Fehler im Umgang mit der Privatsphäre und Sicherheit seiner Nutzer ein. Dabei geht Facebook das Problem auf mehreren Ebenen an. Während manche Neuerungen direkt auf eine bessere Privatsphäre zielen, sorgen andere für mehr Transparenz im News Feed. Zudem setzt der Konzern auf eine neue Form der Nachrichtenverschlüsselung, die diese besser vor unberechtigten Zugriffen schützen soll.

Andere Updates dagegen erweitern die Plattform um neue Features und tragen so zur Verbesserung der User Experience bei.

End zu End Verschlüssung im Messenger

Der Großteil der Sicherheitsupdates zielt auf den Messenger. Dieser erhält erstmals eine automatische End zu End Verschlüsselung für alle Nachrichten, die darüber versendet werden. Außerdem wurde der Messenger in einem Rundumschlag grundlegend erneuert. Diese Erneuerung ist Teil des Projekts „LightSpeed“, mit dem Ziel, die App kompakter zu machen und damit auch die Ladezeit zu verkürzen.

Zudem führt Facebook eine eigenständige Messenger App für den Desktop ein – sowohl für Windows als auch Mac. Abgerundet wird das Updatepaket durch eine neue Funktion, die den Namen „Close Friends“ trägt. Über diese können Nutzer zukünftig Stories und Nachrichten mit ausgewählten Freunden und Familienmitgliedern teilen.

Facebook wird weiß

Doch nicht nur der Messenger erstrahlt in neuem Glanz. Auch Facebook selbst erhält einen neuen Anstrich und verliert dabei die typischen blauen Balken. Das Redesign, das Ende dieses Jahres umgesetzt werden wird, sieht die Farbe Weiß vor! Ähnlich dem Messenger verfolgt der Social Media Gigant auch hier das Ziel einer schnelleren Ladegeschwindigkeit sowie einfacheren Haptik.

Darüber hinaus ergänzt der Konzern sein „Dating Feature“ um die „Secret Crush“ Funktion. Fortan können Nutzer bis zu neun Personen auswählen, mit denen Sie befreundet sind, und so ihr Interesse an diesen ausdrücken. Wenn die andere Person ebenfalls die Dating Funktion nutzt, erhält sie eine Benachrichtigung, dass ein Nutzer Interesse hat. Wohlgemerkt ein Nutzer! Die Anonymität bleibt vorerst bestehen.

Erst wenn beide Personen den jeweils anderen als crush hinzufügen, schickt Facebook beiden eine Benachrichtigung über den Match.

Instagram legt den Fokus zurück auf Bilder

Für viele zählt auf Instagram nur noch die Anzahl der Likes und nicht der Ursprungsgedanke einer Bilder-Plattform. Um diesen wieder etwas in den Fokus zu rücken, testet Facebook in Kanada ein Feature, bei dem die Gesamtzahl der Likes bei einem Foto oder Video ausgeblendet wird, um so die Aufmerksamkeit auf das Bild zu zentrieren.

Außerdem wird die Shopping Funktion erweitert. Zukünftig können Nutzer Gegenstände, Kleidungsstücke etc. „sofort“ kaufen. Dazu bedarf es lediglich einem Anklicken des Objekts.

WhatsApp führt Produktkataloge ein

Unternehmen, die die Business Version verwenden, können zukünftig Produktkataloge anlegen und es Kunden sowie potenziellen Neukunden ermöglichen, die Produktpalette direkt in der App zu erkunden. Nach Aussage von Facebook richtet sich dieses Feature vor allem an kleine Unternehmen, die keine eigene Webpräsenz haben.

Fazit

Prägnant zusammengefasst verfolgen sämtliche Updates – egal welcher Plattform – zwei Ziele. Einerseits bessere Datensicherheit sowie geschütztere Privatsphäre, andererseits die Verbesserung der User Experience für Privatpersonen und Unternehmen. Damit greift Facebook definitiv die beiden Punkte an, die den Nutzern besonders am Herzen liegen. Lediglich vom Farbwechsel des charakteristischen Blaus auf Weiß sind wir nicht ganz überzeugt.