Im Jahr 2015 nutzten offiziellen Statistiken zu Folge rund 62,2 Millionen der Deutschen das Internet. Das entspricht 75% der Gesamtbevölkerung, Tendenz steigend. Das Internet ist längst nicht mehr nur eine Modeerscheinung, sondern hat sich zu einem wichtigen Bestandteil des täglichen Lebens entwickelt.

Für viele ist ein Dasein ohne Internet sogar unvorstellbar. Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten hat das Internet über die letzten Jahre zunehmend an Bedeutung gewonnen. Jedes 2. Unternehmen verfügt über eine virtuelle Präsenz und bereits jeder 10. Euro wird heutzutage im Onlinehandel ausgegeben. Dieser Wandel geht auch am Marketing nicht spurlos vorbei. Jeder 4. Euro des Werbeetats wird über das Netz ausgegeben.

Mit dem Aufstieg des Internets begannen auch Social Media ihren Siegeszug. Für viele ist Social Media gleichbedeutend mit Facebook. 20 Millionen der Deutschen besitzen ein Profil und nutzen dieses auch regelmäßig. Durchschnittlich 14 Mal pro Tag durchsucht der Nutzer seinen Newsfeed nach interessanten Inhalten. Natürlich lassen sich Werbetreibende die Möglichkeit nicht entgehen, eine Zielgruppe dieser Größe gezielt mit ihren Inhalten anzusprechen. Über die Bedeutung und insbesondere die Umsetzung von Werbeanzeigen auf Facebook wurde detailliert auf der Facebook Pro in München berichtet.

Facebook Pro München

Zielgruppen auf Facebook

Chris von Steinhoff ging in seinem Vortrag explizit auf die unterschiedlichen Zielgruppen und deren Akquirierung ein. Angaben über Beziehungen und Interessen dienen als Grundlage der Marketingaktivitäten. So können Werbeanzeigen gezielt auf die jeweilige Zielgruppe geschaltet werden. Durch den Ausschluss uninteressierter Parteien kann eine hohe Conversionrate garantiert werden. Auch Neukunden zu generieren stellt kein Problem dar. Mit Hilfe einer Interessenanalyse des bereits bestehenden Klientel kann ein genaues, an den Interessen ausgerichtetes, Profil erstellt werden. Anhand übereinstimmender Ergebnisse können Anzeigen auf potentielle Neukunden geschaltet werden, die ein gleiches oder ähnliches Interessenprofil aufweisen. Ausschlaggebend für den Erfolg ist auch die Platzierung der Anzeige. Je nach Zielgruppe kann es sinnvoll sein, die Werbeanzeige auf unterschiedliche Endgeräte zu schalten.

Anatomie eines Posts

Jonas Tagsen erläuterte in seiner Präsentation die Bestandteile eine Posts und deren Bedeutung. Denn nicht nur die Position kann den Erfolg beeinflussen, sondern auch der Post selbst. Wenn der Nutzer den Post liest muss er sofort von dessen Wirkung gefesselt sein. Ist das nicht der Fall, wird die Anzeige unbeachtet liegen gelassen. Um sich die Aufmerksamkeit des Lesers zu sichern eignet sich besonders die Vermittlung von Emotionen wie beispielsweise Freude oder Trauer. Diese lassen sich am besten mit dem Bild transportieren. Ohne ein interessantes oder ansprechendes Bild verliert der Post an Aussagekraft und schafft es nicht, den Nutzer zu überzeugen. Der dem Bild zugeordnete Text hingegen sollte möglichst kurz gehalten werden. Als Faustregel kann eine maximale Länge von zwei Zeilen veranschlagt werden.

Podiumsdiskussion

Abschließend erzählten vier verschiedene Unternehmer über deren Erfolg und welche Rolle Facebook Marketing dabei spielte. Ob ein Friseur der mit Hilfe seiner Werbeanzeigen Neukunden in seinen Salon bekommt oder ein Tourismusdienstleister welcher seine Reiseangebote durch Werbekampagnen vermarktet, sie alle profitierten von den vielfältigen Werbemöglichkeiten auf Facebook.