Kennen Sie das? Kurz mal auf Facebook geschaut und wieder nur Schwachsinn im Newsfeed…

  • Freund hat X geliked

    Newsfeed ist langweilig

    Gähnender Löwe (Free Photos, Pixabay.com)

  • Spam
  • Freund hat Y kommentiert
  • Werbung
  • Freund hat auf Z reagiert
  • Spam
  • Freund ist jetzt mit XY befreundet
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  • Viraler Trend
  • Spam
  • „lustiges“ Video

Der Newsfeed – aktuell

Die mobile Pinnwand wird überschwemmt von unnützem Wissen. Ziel ist es zwar nur für den Nutzer Relevantes zu zeigen, meist lässt der Blick in den Newsfeed jedoch überschaubar wenig erstaunte Augen vor dem heimischen Rechner. Da kann der Facebook besuch wie ein Einkauf an der Fleischtheke bei REWE wirken – als Veganer. Wie kann das wichtigste Social Media-Kriterium attraktiver gestaltet werden?

Ein erster Schritt wird die typische Überarbeitung des Newsfeed sein. Wie das dann aussehen kann, sehen Sie hier! Wie entstehen die Probleme denn?

Der geheime Kampf

Unter der benutzerfreundlichen Oberfläche tobt ein Krieg im blauen Wunderland. Jeder Werbetreibende, jede Seite, jede Community träumt vom großen viralen Hit. Es geht um die Aufmerksamkeit des Nutzers. Sie muss um jeden Preis gehalten werden und so werden Inhalte nicht auf Nutzer, sondern auf Facebook zugeschnitten. Anstatt des intelligentesten, kreativsten oder interessantesten Beitrags, wird der algorithmus-optimierteste Eintrag gepostet. Wichtig ist so oft wie möglich gesehen zu werden. So viele Reaktionen wie möglich hervorzurufen. So viele Kommentare wie möglich zu erhalten.

Es reicht nicht mehr gute Inhalte zu zeigen. Die Inhalte müssen auf den geheimen Facebook-Algorithmus abgestimmt sein. 

Spam

Ein Aspekt hierbei ist regelmäßiges Posten. Wer oft aktiv ist, ist relevant – so Facebook.  Leider ufert das gerne in unnützen Inhalten und langweiligen Beiträgen aus. Wer optimal für Zuckerberg posten möchte, muss alle vier Stunden einen neuen Beitrag erstellen. In der Theorie machen sich Fake News, Clickbait und Spam besonders gut im Newsfeed. Gegen Letzteres versucht das blau-weiße F bereits seit geraumer Zeit vorzugehen – bisher leider mit mäßigem Erfolg. „Der Auswahl-Algorithmus soll massenweise geteilte Links zu derartigen Meldungen künftig besser erkennen und sperren.“ – so Facebook.

Ins Rollen kam dieser Stein durch eine interen Untersuchung. Hierbei entdeckt das soziale Netzwerk den Einfluss einiger kleiner Gruppen. Diese stopfen Nutzer mit einer Beitragsflut regelrecht zu. Weiterer Einflussfaktor war die Trumpwahl. Der Konzern um Mark Zuckerberg steht nach wie vor hart in Kritik – in der Wahlzeit sei nicht ausreichend gegen Fake News vorgegangen worden.

Woran liegt das?

Natürlich kann keine Privatperson den Newsfeed für jeden einzelnen Nutzer zusammenstellen. Alles anzeigen ist natürlich auch keine Lösung, da hierzu viel zu viel gepostet wird. Seit Stunde eins gibt es deshalb einen Algorithmus, der entscheidet welcher Nutzer wann welchen Inhalt sieht. So wie der wohl gehütete Google-Algorithmus wird auch der sogenannte Edge Rank von Facebook gehütet wie der eigene Augapfel.

Dieser wird ständig erweitert und verfeinert. Zuckerberg möchte nun einen weiteren großen Schritt gehen und das soziale Netzwerk wieder „heimeliger“ machen.

Mögliche Lösungen

Zwei Faktoren stehen bei der Überarbeitung im Vordergrund. Zuerst sollen Fake News, Spam etc effizienter und schneller als „low quality content“ eingestuft werden. Anschließend sollen befreundete User wieder in den Vordergrund treten. Viele Nutzer sehnen sich jedoch schon längst nach einer anderen Lösung. „Lasst und entscheiden!“

Ja – Nutzer möchten selbst festlegen dürfen, was im Newsfeed als wichtig erachtet wird. Unkompliziert und schnell die wichtigsten Werte definieren. Beispielsweise über einfaches Häkchen setzen. Posts von Freunden? Natürlich! Bestimme Seiten? Ne lieber nicht. Mehr Videos? Aber immer! So persönlich könnte das neue Facebook werden.