Personalisierung des News Feeds durch Umfragen

Facebook dreht weiter an der Qualitätsschraube. Wie in letzter Zeit so oft, ist wieder der News Feed das Ziel. Nach dem das Unternehmen erst vor Kurzem mit einer Transparenzoffensive Nutzern tiefere Einblicke gegeben hat, warum ihnen die Beiträge angezeigt werden, die sie sehen, wird nun der nächste Schritt unternommen.

Facebook beschreibt das Ziel des News Feeds wie folgt:

The goal of News Feed is to connect people with the posts they find most relevant.

Dabei geht es laut eigener Aussage nicht um die Zeit, die auf der Plattform verbracht wird, sondern die Qualität der verbrachten Zeit. Konkret auf den Punkt gebracht, bedeutet das: Je relevanter der News Feed, desto höher die Qualität. Dazu hat Facebook in der Vergangenheit versucht zu verstehen, mit welchen Inhalten Nutzer interagieren. Welche Inhalte ihnen gefallen, kommentiert oder geteilt werden. Jetzt überarbeitet Facebook seinen Algorithmus und priorisiert dabei zwei Inhaltstypen:

The friends someone might want to hear from most and the other prioritizes the links a person might consider most worthwhile.

Engere Verbindung zu relevanten Freunden

Bisher wurden Beiträge von Freunden basierend darauf angezeigt, wie oft mit diesen interagiert wurde, wie viele gemeinsame Freunde die beiden Nutzer haben und ob die andere Person als „Close Friend“ markiert wurde. Für weitere Einblicke geht Facebook nun den direkten Weg und fragt Nutzer nach den „wichtigsten Freunden“. Aus den Antworten erstellt das Unternehmen Muster und gibt diese an seinen Algorithmus weiter.

Die Auswahl der wichtigsten Freunde wird von Facebook kontinuierlich überprüft und aktualisiert. Denn nur, weil ein Freund aktuell von Bedeutung ist, muss er oder sie das nicht auch in einem Jahr oder einigen Monaten sein. Hier dient erneut die Interaktion mit den Inhalten als wichtiger Indikator.

Mehr relevante Inhalte

Auch im Bereich von Seitenbeiträgen setzt das Unternehmen auf Umfragen. So wurden letzten Monat unzählige Nutzer befragt, ob der Post, den sie sahen, ihre Zeit wert war. Anhand dieser Ergebnisse will Facebook zukünftig besser einschätzen können, ob ein Beitrag für den Nutzer relevant ist oder nicht. Erneut wird hier Interaktion als Indikator herangezogen. Anschließend werden alle Informationen, die Facebook dazu vorliegen – dazu zählt auch, um welche Art von Beitrag es sich gehandelt und wer ihn veröffentlicht hat – zu einem Gesamtbild zusammengefügt.

Fazit

Facebook arbeitete in den vergangenen Monaten stärker denn je an einer Optimierung des News Feeds. Damit setzt das Unternehmen an der richtigen Stelle an. Denn relevante Beiträge sind ausschlaggebend für eine positive User Experience. Die neuen Updates sind ein weiterer, wichtiger Schritt, die Nutzer besser zu verstehen. Auch dieses Feedback durch Umfragen einzuholen, ist der richtige Weg. Denn wer könnte die Nutzer besser kennen, als sie sich selbst?