Pizza Lieferdienst

Ob Lieferando, Lieferheld oder Pizza.de, Essenslieferdienste boomen heute mehr denn je. Der moderne Mensch möchte bequem vom Sofa aus bestellen und bevorzugt eine schnelle Lieferung gegenüber dem stundenlangen Stehen in der eigenen Küche. In der Entwicklung neuer Erweiterungen und dem Auffinden neuer Einnahmequellen, ist Facebook nahezu unschlagbar. Den Streammingmarkt hat Facebook bereits angegriffen und versucht seitdem sich dort zu etablieren. Folgen jetzt auch die Lieferdienste? Wird Facebook zum Essenslieferant?

Facebook Lieferservice

(Quelle: Facebook)

Facebook wird Lieferdienst für Lieferdienste

In den USA hat Facebook das neue Feature bereits etabliert. Sowohl im Browser als auch in der iOS- und Android-App kann man jetzt Essen bestellen. So schreitet der blaue Megakonzern weiter auf seinem Weg zur absoluten Marktdominanz. Facebook liefert dabei das Essen nicht selbst und setzt auch keine eigenen Lieferfahrzeuge ein. Der Social Media Gigant fungiert als Vermittler zwischen dem Essenslieferanten und dem Kunden. Facebook wird sich diese Dienstleistung sicherlich vergüten lassen. Sei es durch bestimmte Platzierungen der Anbieter oder durch einen Anteil an den Lieferkosten.

Ob Facebook für Deutschland ähnliche Pläne hat, ist noch unklar. Fest steht allederdings, dass die neue Bestellfunktion für den deutschen Markt durchaus von Interesse ist. Der Liefergigant Delivery Hero konnte bereits 2015 fast 300 Millionen Euro umsetzen und das Segment hat sich seitdem deutlich vergrößert. Sowohl hinsichtlich des Marktvolumens, als auch der Anzahl der Unternehmen, die mit den Lieferdiensten zusammenarbeiten.

So funktioniert das Feature

Bisher versteckt sich das Auswahl-Menü im rechten unteren Rand des Bildschirms. Neben den bisherigen Auswahlmöglichkeiten wie Events, Gruppen und Shopping findet sich nun der Button “Order food”. Via GPS sucht die Facebook-App automatisch nach Restaurants und Lieferdiensten in der Nähe des Nutzers. Dazu bietet das System diverse Auswahlkriterien wie die Öffnungszeiten, Kultur, Erfahrungsberichte und Preisvorstellungen. So soll der Entscheidungsprozess so einfach wie möglich gehalten werden und trotzdem die Qualität gesichert sein. Nachdem man auf den “Start Order”-Button klickt, kann die Lieferzeit eingetragen und entscheiden werden, ob man die Bestellung geliefert bekommen oder selbst abholen möchte. Bezahlt wird dann bequem via Kreditkarte.

Food Ordering

Gepostet von Facebook am Donnerstag, 12. Oktober 2017

(Quelle: Facebook)

Neue Möglichkeiten im Food-Marketing

Facebook kennt das Verhalten seiner Nutzer genau. Auch deren Restaurantgewohnheiten. Bspw. könnte eine Analyse so aussehen: Gegen 12 Uhr postest du gerne Bilder von deinem Essen. Freitags um 18 Uhr isst du gerne asiatisch. Grundsätzlich ernährst du dich vegetarisch. Dieses Wissen kann Facebook zukünftig nutzen, um Angebote und Werbung an die perfekte Zielgruppe auszuliefern. Restaurants und Essenslieferanten können somit zukünftig deutlich gezielter auf ihren Kundenkreis zugehen. Die Frage, ob Facebook den Essensmarkt durch gezielte Produktplatzierung für Restaurants und Lieferdienste erobern wird, wird sich mit der Zeit zeigen.