WhatsApp Werbeanzeigen

Inzwischen ist es vier Jahre her, dass Internetgigant Facebook die Nachrichtenapp WhatsApp aufgekauft hat. Doch scheinbar war der 19 Milliarden Dollar-Kauf bisher nicht profitabel genug. Facebook kündigt an, zukünftig auch auf WhatsApp Werbeanzeigen zu verbreiten.

In einem Interview erklärte Facebook, dass zukünftig auch auf WhatsApp Werbeinhalte platziert werden sollen. Eine neue Nutzeroberfläche ist in Arbeit und soll Anzeigen fest in die Gestaltung einfließen lassen. Vor allem soll es Unternehmen ermöglicht werden, schneller und einfacher mit Ihren Kunden zu kommunizieren. Damit rückt Facebook ein Stück näher an das gesetzte Ziel einer nahtlos vernetzten Welt.

WhatsApp

Der WhatsApp-Status als Werbemittel

Der Status bei WhatsApp ähnelt sehr der Story-Funktion bei Instagram. Hier werden bereits Anzeigen zwischen den Storys von Freunden eingespielt.

Die direkte Kommunikation soll weiterhin gestärkt werden. Insbesondere soll eine Alternative zu WhatsApp Business her. Kleine Mittelständler können damit seit März 2018 mit Kunden verbunden bleiben. Das neue Whatsapp soll diese Funktion auf für große Firmen bereitstellen.

Wie konnte sich WhatsApp finanzieren?

Bisher verzichtete die Nachrichten-App darauf, Werbung auszustrahlen. Kostenlos blieb der Dienst dennoch. Nun, nicht ganz kostenlos. Auch WhatsApp sammelt Nutzerdaten, die Facebook und Instagram für Werbegestaltung nutzen können.

Die Datenquelle sollte bislang die Finanzierung der App gewährleisten. Langsam scheint die Konzernspitze jedoch von WhatsApp weniger überzeugt. Mit den zahlreichen Möglichkeiten und riesigen Gewinnen, die Facebook bietet, kann WhatsApp nicht konkurieren. Langfristig muss die App mehr Geld einspielen.

Eine kostenpflichtige Alternative? – Keine Option. Auch nachdem der Weg hin zum Bezahldienst mit dem Datenskandal wieder auflebte, scheint die Firmenspitze weiter klar für ein kostenfreies Produkt einzustehen. Jedem Menschen auf der Welt sollen die Türen zu Facebook und Co offen stehen. Doch mit Werbeanzeigen in WhatsApp scheinen auch nicht alle einverstanden.

Streit im Facebook-Universum

Der Messengerdienst WhatsApp wurde von Jan Koum und Brian Acton gegründet. Für sie war schon immer klar: WhatsApp bleibt werbefrei! Auch vier Jahre nach dem Verkauf konnte diese Linie gehalten werden. Während Acton das Unternehmen mit dem Verkauf verlässt, begleitet Koum das Unternehmen weiter. Bis vor wenigen Tagen hielt er noch eine wichtige Position bei Facebook inne.

Nun tritt er zurück. Er wolle mehr Zeit für Hobbys haben. Es ist unklar, welcher Schritt zuerst gegangen wurde. Also ob Koum das Unternehmen sowieso verlassen wollte oder die Entscheidung für Werbung ihn dazu bewegte. Klar ist jedoch, dass der Werbereform ohne Koum nichts mehr im Weg steht.